Mittwoch, 1. Februar 2017

Rezenzion zu "Die Rote Königin" von Victoria Aveyard (Hörbuch)



Titel: "Die rote Königin"

Autor: Victoria Aveyard

Erschienen: 28.05.2016
Laufzeit: Ungekürzt 819 Min.

Preis: CD 19,99 € [D] / Download 13,95 € [D]


Klappentext:

In der Welt, in der Mare Barrow lebt, wird alles von der Farbe des Blutes bestimmt: Es gibt Menschen mit rotem und solche mit silbernem Blut. Mares Familie gehört zu den niederen Reds, deren Aufgabe es ist, der Silver-Elite zu dienen - denn die besitzen übernatürliche Kräfte, auf die sich ihre Herrschaft gründet. 

Um einem Freund zu helfen, schleust Mare sich als Dienstmädchen in die Sommerresidenz des Königs ein. Und dort geschieht etwas Unerwartetes: Als sie bei einem Fest in Gefahr gerät, zeigt sich vor den Augen des versammelten Silver-Adels, dass auch sie eine besondere Fähigkeit besitzt - obwohl ihr Blut rot ist! 

Um diese ungeheuerliche Tatsache zu vertuschen, zwingt sie der König, sich als verschollene Silver-Prinzessin auszugeben und verlobt sie mit seinem jüngsten Sohn. Dabei ist es dessen Bruder, der Thronfolger, der Mares Herz höher schlagen lässt. Doch von jetzt an gelten die Regeln des Hofes, Mare darf sich keine Fehler erlauben. Trotzdem nutzt sie ihre Position, um die aufkeimende Red-Rebellion zu unterstützen. Sie riskiert dabei ihr Leben - und das vieler anderer. Denn ihr Eingreifen setzt einen gefährlichen, tödlichen Tanz in Gang, bei dem Prinz gegen Prinz steht. Verstand gegen Herz. Und Mare zwischen allen.


Cover: 

Ich finde das Cover ist sehr schön umgesetzt worden. Das Cover ist eher schlicht, eine Gesicht, eine Krone und die passenden roten und silbernen Hälften, da aber das so ziemlich den Kern der Story trifft, finde ich es wirklich gelungen. Außerdem hat der Umschlag einen wunderschönen metallischen Schimmer, was es wirklich zu einen Hingucker macht. Schlicht und elegant.


Meine Meinung:


Ich habe "Die rote Königin" schon letztes Jahr gelesen und fand es schon damals toll. Daher freute ich mich riesig auf die Fortsetung "Gläsernes Schwert" welche ebenfalls letztes Jahr erschien. Schnell merkte ich aber, dass ich einfach nicht mehr in die Geschichte rein 
kam. Es lag einige Zeit zwischen dem Lesen dieser beiden Teile und ich wusste teilweise nicht mehr genau was passiert war und wie die Personen in Band 1 gehandelt hatten. Also beschloss ich mir das Hörbuch zu besorgen, ich lese ein Buch selten zweimal, aber wenn es mir gefallen hat, liebe ich es, es als Hörbuch zu hören.

Ein Hörbuch geht und fällt mit dem Sprecher/ der Sprecherin, in diesem Fall wurde die ungekürzte Version von Britta Steffenhagen gelesen. Ich finde sie hat ihre Sache durchaus gut gemacht. Anfangs musste ich mich etwas an die Stimme gewöhnen, da ich mir die Stimme der Protagonistin irgendwie anders vorgestellt hätte. Aber mit der Zeit konnte ich mir Mare sehr gut vorstellen. Die Sprecherin hat durchaus versucht, jeder Figur ihren eigenen Charakter zu geben, das wäre meiner Meinung nach aber noch ausbaufähig gewesen. Ich finde jedoch, dass sie die Emotionen sehr schön rüber gebracht hat.

Da es eine ungekürzte Lesung ist, konnte ich meine Erinnerung natürlich Lückenlos auffüllen. Mir hat das Buch beim zweiten hören, sogar noch besser gefallen, als beim ersten Lesen.
Ich fand die Idee dieser Dystopischen Welt von Anfang an faszinierend. Eine Welt, vom Krieg zerüttet, die Menschheit gespalten in Rot und Silber, eine Hälfte unterdrückt und versklavt, die andere in Ruhm und Reichtum. Nun gibt es plötzlich Mare, die eigentlich eine Rote ist, dennoch aber ähnliche Kräfte zu haben scheint, wie die, die bisher den Silbernen vorbehalten waren.


Ich hätte mir gewünscht, dass die Welt in der Mare lebt und die Umstände noch etwas mehr ausgeführt worden wären, man erfährt vieles nur Oberflächlich und der Großteil der Geschichte verbringen wir auf dem Schloss der Königsfamilie, die Mare "aufnimmt" als ihre Fähigkeiten ans Licht kommen.

Ich fand die einzelnen Charaktere sehr authentisch und liebevoll gestaltet, ich hoffe, das man in den weiteren Teilen noch etwas mehr über die einzelnen Figuren erfährt.

Besonders spannend fand ich den Unterschied zwischen den zwei Prinzen. Mare ist hin und her gerissen, weiß nicht welchem der beiden sie trauen kann, ob sie überhaupt einem Silbernen Prinzen trauen kann und erlebt einige Überraschungen. Die beiden Charaktere sind sehr unterschiedlich und glaubhaft aufgebaut und beschrieben.


Die Wendung am Ende des Buches habe ich wirklich nicht erwartet und fand sie unheimlich gut inszeniert. Als Leser ist man die gesamte Handlung über unsicher, wem sollte man trauen, wer meint es ehrlich, wer ist hier der Lügner und ich habe mich das ein oder andere mal getäuscht.

Die verschiedenen Häuser und deren Fähigkeiten fand ich ebenfalls sehr faszinierend. Es gibt so viele Fähigkeiten und deren Auswirkungen zu entdecken, Kämpfe werden bestritten und Elemente zum eigenen Vorteil genutzt. 

Die Mischung aus Fantasy und einer dystopischen Welt mit Krieg, Aufständen und Revolution haben mich absolut begeistert.

Fazit:

Ich finde dieses Buch und auch das dazugehörige Hörbuch großartig. Ich konnte mich absolut fallen lassen und in eine neue Welt eintauchen. Eine Welt voller Faszination und Spannung. Eine Welt für jeden, der Dystopien mag, Geschichten um Königshäuser und Fantasy Elemente. Nun freue ich mich riesig auf Band 2, der ja schon bereit steht und fiebere Band 3, welcher im Sommer erscheint entgegen.

Hannah ♥

Montag, 30. Januar 2017

Rezension zu "Die vierte Braut" von Julianna Grohe


Titel: "Die vierte Braut"
Autor: Julianna Grohe
Verlag: Drachenmondverlag
Seiten: 360 Seiten
Erschienen: 18.12.2015
Preis: Broschur 14,90 € [D] / eBook 4,99 € [D]


Klappentext:
"In Wahrheit war die Sache mit Cinderella ganz anders …
Auf Wondringham Castle findet eine riesige Brautschau mit vielen Prüfungen statt. Unzählige junge Damen aus allen Teilen des Landes kommen zum Schloss, um die Gunst eines der vier Prinzen zu erlangen. Aber die junge Gouvernante Mayrin Barnaby, die durch unglückliche Umstände ebenfalls dorthin gerät, will gar keinen Königssohn heiraten, sondern nur schnellstmöglich zurück nach Hause. Dort warten ihre beiden jüngeren Geschwister auf sie, für die sie verantwortlich ist.
Als jedoch der charismatische Hauptmann dafür sorgt, dass Mayrin bleiben kann, beginnt ein aufregendes Abenteuer voller Leidenschaft und Intrigen."

(Quelle: https://www.drachenmond.de/titel/die-vierte-braut/)


Cover:

Das Gesamtbild gefällt mir sehr gut, die verwitterte Treppe, die Schnörkel und Ranken machen das Cover so wunderbar Märchenaft. Das einzige was mit nicht so gefällt ist die Frau auf dem Cover. Ich bin bei Menschen auf dem Cover sehr wählerisch, bei diesem gefällt es mir leider nicht wirklich. Das mag daran liegen, dass ich mir die Protagonistin irgendwie anders vorgestellt habe, ich finde sie wirkt irgendwie sehr streng. Wunderschön ist dagegen die Gestaltung der Seiten, typisch Drachenmondverlag.



Meine Meinung:

Ich habe dieses Buch bei einer Veranstaltung vom Drachenmondverlag entdeckt, Julianna Grohe hat einige Zeilen daraus vorgelesen und mir hat es gleich gefallen, sie hat aber auch eine wunderbare Art zu lesen.

Mayrin landet ganz unverhofft bei der Brautschau des Königshauses. Dabei hat sie gar nicht vor um die Hand der Prinzen zu kämpfen, sie wollte lediglich ihre Freundin begleiten. Des Geldes wegen bleibt sie dann aber doch, denn das können sie und ihre Geschwister gut gebrauchen. 
Die Geschichte erinnert sehr an Selection und ist auch ähnlich, wen das also stört, der sollte sich dessen bewusst sein.
Mich persönlich hat das gar nicht gestört, es gibt ja oft verschiedenste Versionen von Geschichten und wenn ich eine Story mag, lese ich sie auch gerne in mehrfacher Ausführung.



Die Handlung beginnt eher gemächlich und nimmt auch im weitern Verlauf nicht besonders an Fahrt auf, was mich sonst oft stört, hat mir hier gar nichts ausgemacht. Das Leben im Schloss, die Geheimnisse und der ein oder andere Skandal waren so interessant, dass es für mich keine große Action brauchte.

Besonders dazu beigetragen hat auch der unheimlich angenehme Schreibstil, locker, authentisch und humorvoll. Gerade letzteres hat mir gut gefallen, die Protagonistin hatte einen wunderbaren Charme und immer eine lustige Bemerkung auf den Lippen, ohne dass es gestelzt oder albern wirkte. Oft genug musste ich schmunzeln, weil Mayrin unheimlich sympathisch und authentisch rüber kommt und es den Prinzen nicht gerade leicht macht. So ähnlich hätte ich mich in ihrer Situation wohl auch angestellt :D.

Im Handlungsverlauf gibt es dann noch einige unvorhergesehene Wendungen, welche sich teilweise zwar angedeutet haben, für mich aber wirklich gut inszeniert waren. Es war spannend und überraschend, wenn man gar nicht mehr damit rechnete.

Ich fand es außerdem toll, wie viele unterschiedliche Charaktere die Autorin geschaffen hat. Für den Leser war immer ein Charakter da, den man lieben oder hassen konnte. Ich brauche in Geschichten dringend jemanden den ich, gemeinsam mit den Charakteren, hassen kann :D. 



Fazit:

Alles in allem hat mir dieses Buch wahnsinnig gut gefallen, ich habe es gerne gelesen und konnte mich total in der Story verlieren. Wer es Märchenhaft und romantisch mag, kommt hier absolut auf seine Kosten. Eine Geschichte über Liebe und Freundschaft die mich begeistern konnte.

Hannah ♥

Sonntag, 29. Januar 2017

Rezension zu "Die Geheimnisse der Alaburg" von Greg Walters



Titel: "Die Geheimnisse der Alaburg"
Autor: Greg Walters
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Erschienen: 08.09.2015
Seiten: 410 Seiten
Preis: TB 12,99 € [D] /eBook 3,99 € [D]





Klappentext:


Ein Mensch, der von der Magie beherrscht wird,

ein Zwerg, der nicht zaubern kann,

ein übergewichtiger Zwergelbe,

ein hinkender Ork.



Sie können die Welt retten – oder vernichten.


Leik, 16 Jahre, erlebt einen Winter, der sein ganzes Leben auf den Kopf stellt. Er trifft seine erste Liebe, besucht eine Universität, in der Magie gelehrt wird, und findet zum ersten Mal im Leben Freunde. 

Aber seine Welt ist dem Untergang geweiht. Nur wenn Leik es schafft, die Farben der Zauberei richtig einzusetzen, kann er sie retten. Denn außer ihm kann niemand auf der Welt alle drei magischen Farben sehen. Das macht ihn außergewöhnlich – und gefährlich …




Cover:


Bei dem Cover werde ich mir nicht richtig einig mit mir selbst, mag ich es, oder eher nicht.

Auf dem Cover sind die Umrisse der Protagonisten zu erkennen, Kampfbereit bei ihrem Abenteuer. Ich mag, dass das Cover recht düster dargestellt wird, finde allerdings die weiße Schrift stört diesen Eindruck. Auch wenn sie sich so natürlich gut abhebt, stört sie, meiner Meinung nach, ein bisschen das Gesamtbild. Aber da das Cover ja nicht das wichtigste ist, belasse ich es einfach dabei, dass ich mir nicht ganz sicher bin :D.



Meine Meinung:

Auf dem Heimweg durch den Wald, wird Leik verfolgt und angegriffen, doch wie durch ein Wunder kann er den Angreifer abwehren und entkommen. Danach überschlagen sich die Ereignisse. Leiks Mentor Gerald erkennt die Zeichen und bringt ihn zur Alaburg, dort erfährt Leik welches Geheimnis sein Mentor Jahrelang gehütet hat und wer er wirklich ist.

Der Einstieg hat mir unheimlich gut gefallen, es geht sehr rasant los und man ist sofort mitten im Geschehen. Die Vonynen, von denen Leik angegriffen wird, werden sehr bildlich beschrieben und wirken dadurch sehr realistisch und bedrohlich. Leider flacht die Handlung anschließend etwas ab. Nachdem Leik in der Alaburg angekommen ist, gibt es lange Zeit keine wirkliche Spannungsspitze mehr. Es geht lange um Leiks Alltag in der Zauberschule, dabei fehlte mir ein bisschen der Biss. Ich hätte mir noch ein paar zusätzliche Abenteuer gewünscht.

Ich mag aber generell die Story der Alaburg sehr gerne, ich hab es da irgendwie mit Zauberschulen ;). Oft hat mich die Handlung an Harry Potter erinnert, es waren einige Parallelen zu erkennen. Das hat mich jedoch nicht gestört, da ich diese Art von Geschichten einfach sehr mag und sich Parallelen oft nicht vermeiden lassen. Auch wenn das Rad hier nicht neu erfunden wurde, gibt es doch einige Überraschungen und ganz neue Ideen, die der Geschichte einen ganz besonderen Flair verleihen. 
Teilweise fand ich die Handlung etwas überstürzt und hätte mir gewünscht, dass sie  sich etwas behutsamer entwickelt.


Die Charaktere sind sehr liebevoll gestaltet und haben alle ihre eigene Persönlichkeit, was ich sehr wichtig finde. Neben Klassischen Völkern und Kreaturen gibt es auch ganz neue Wesen zu entdecken, was ich immer besonders schätze. Wenn eben nicht nur altbekannte Geschöpfe genannt werden, sondern sich der Autor die Mühe macht, für seine eigene Welt auch eigene Wesen zu erschaffen, die es nicht in etlichen Fantasy Geschichten gibt.
Die oben erwähnten Vonynen haben mir besonders gefallen, richtig schaurige Kreaturen, denen ich, außerhalb bedruckter Seiten, lieber nicht begegnen möchte.

Ich war froh, dass die Geschichte am Ende noch Fahrt aufnimmt und es nochmal richtig spannend wird, ein würdiges Finale für diesen ersten Band der Farbseher Saga.

Fazit:

Eine Rezension nicht ganz ohne Kritik, aber letztendlich habe ich dieses Buch sehr genossen. Eine wunderbare Geschichte über Liebe, Freundschaft und Abenteuer und mit vielen fantastischen Komponenten. Ich bin sehr gespannt auf die  Folgeteile und  würde euch dieses Buch definitiv empfehlen, wenn ihr Fantasy, Zauberei, Elfen, Zwergen usw. etwas abgewinnen könnt. Vielen lieben Dank an Greg Walters, dass ich diese Geschichte lesen und rezensieren durfte :).

Hannah ♥